Ich sitze am Rechner, überlege was ich bloggen will und mir fällt nichts ein.
Nichts.
Ich stöbere in den Tweet der letzten Tage um zu reflektieren, was mich in den letzten Tagen beschäftigt hat.
Und ich stolpere mehrfach über ein Wort.
Sehnsucht.
Über einen Hashtag.
#wasfehlt
Und ich frage mich, ob ich wirklich so sehnsüchtig bin.

Eine Selbstreflexion

Ich halte mich für einen glücklichen Menschen. Woher also diese Sehnsucht.
Kann man Beides gleichzeitig sein?
Ist Sehnsucht das Gegenteil von Glück?
Was ist Glück überhaupt?
Darüber haben sich schon gebildetere und schlauere Menschen den Kopf zerbrochen.
Also beschränke ich mich allein aus das Gefühl. Glücklich sein.
Und ich bin glücklich.
Nicht nur, weil ich verdammt viel Glück im Leben habe.

Ich habe eine tolle Ehefrau. Eine spaßige Affäre. Das spannende Hoteldate.
Ich habe noch lockere Bekanntschaften, alle ohne Stress.
Ich habe viele Flirts am Laufen.
Ich habe, trotz meines fehlenden Jobs, eine gewisse finanzielle Sicherheit.
Ich habe eine Wohnung und ein Auto.
Ich habe eine gute Ausrüstung für mein Hobby.
Ich habe einen Rechner und ein Smartphone.
Darf ich da überhaupt noch Sehnsucht haben.
Sehnsucht nach mehr?

Darf die Frau mit dem liebevollen Ehemann denn Sehnsucht haben?
Die Frau, mit den Kindern, die sie liebt.
Der Ehemann, der seine Frau daheim hat?
Die Geschäftsfrau, die ihren Mann daheim hat?

Ich denke, das ist grundsätzlich die falsche Frage.
Die richtige ist doch, wer hat das Recht die Gefühle von anderen zu verurteilen und zu verbieten?
Wer hat das Recht Gefühle zu werten?
Sehnsucht sucht sich doch niemand freiwillig aus.
Wir wären doch bestimmt fast alle lieber zufrieden, mit dem was wir haben?

Ich bin es sogar.
Ich bin sehr zufrieden. Glücklich.
Aber habe dennoch diese Sehnsucht.
Aber ich habe gelernt damit zu leben.
Indem ich mir immer bewusst mache, was für ein Glück ich habe.
Und dafür reicht doch ein einziger Mensch der einen liebt.
Dafür reicht Gesundheit. Ein Freund.
Die Gewissheit, in einem der reichsten und vor allem sichersten Länder der Welt leben zu dürfen.

Und das schreibe ich, während ich krank im Bett liege und mich darüber aufrege, ein Date absagen zu müssen, auf das ich mich schon lange freue.
Ein Date, das mehr als vielversprechend war.
Egal ob es auf Sex rausgelaufen wäre, oder „nur“ auf eine großartige Unterhaltung.
Und deshalb nehme ich mir auch das Recht heraus, darüber traurig zu sein.
Während ich gleichzeitig glücklich bin.

Beteilige dich an der Unterhaltung

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